Fashionable Queens

Zu allen Vorträgen hab ich es leider nicht geschafft, aber ich habe trotzdem einiges mitgenommen und mich am herrlichen british accent ergötzt. 

Der Vortrag von Monika Titton hat mich besonders zum Denken angeregt. Sie schreibt an einer Doktorarbeit über Streetstyle Blogs und sprach vor allem über die fragwürdige “Authenzität” die diese innehaben (sollten). So sind beispielsweise die Fotos von The Satorialist keineswegs einfach Menschen auf der Straße, sondern oftmals (Model)Freunde von Scott Schuhmann, dem Gründer von The Satorialist. Männer sollten dem amerikanischen Stereotyp eines reichen Europäers entsprechen um auf The Satorialist aufzutauchen. Sprich in einem gut sitzenden Anzug und mit Zigarre und/oder Zeitung. Natürlich sind die Bilder auf The Satorialist, deswegen nicht weniger schön und inspirierend aber mit dem Schlagwort “Demokratisierung der Modewelt” muss man vorsichtig sein. The Satorialist inszeniert seine Streetstyle Models als zufällig “aufgeklaubte” Styling Wunder tatsächlich sind die Fotos aber meist vorher geplant und repräsentieren damit keinen echten Alltags Streetstyle. Nur wenige von Schuhmann auserwählte Personen schaffen es auf seinen Blog.

Weiter ging es mit einer bunten Mischung aus Royals wie Marie Antoinette, den First Ladies wie Michelle Obama, Jackie Kennedy und auch Politikerinnen wie Frau Merkel. 

Warum wurde Jackies rosa Kostüm, das sie am Tag der Ermordung ihres Ehemanns trug so berühmt, wieviel ist dran an der Inszenierung von Marie Antoinette als Shopping Addict? Wie meistert Michelle die Sache mit stilvoller Kleidung und der Rezession?

Auch einen Vortrag über Models hab es. Die den Großteil der Mannequin Geschichte keinen einfachen Job und schon gar kein großes Gehalt hatten. Als Arbeitermädchen, denen man das Benehmen einer Lady einlernte um die Kleidung stilgemäß den Damen der Gesellschaft präsentieren zu können nahmen sie eine schwierige Rolle ein. Sie konnten manchmal darauf hoffen “hinaufzuheiraten” waren aber ansonsten gezwungen stets lächelnd bis zu 50 Kleider an einem Tag vorzuführen – natürlich immer lächelnd. Die seltsame Parallele zwischen germany’s next topmodel, america’s next topmodel und dem “Benimm Unterricht” für Models sollte uns wohl auch zu Denken geben.

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