Quotes from 10 magazine & what is fashion?

Today I’ve spent something like 2 hours in the magazine library at the university of the applied arts in Vienna and I wrote down a couple of good quotes:

“People take drugs, I take collections” 

Anna dello Russo

“When you don’t feel to dress, mena you are depressed. You need a fashion shower”

Anna dello Russo

“chic is nothing, but it is the right nothing”

“Chic is not a look. it’s an attitude. It’s actually impossible to learn”

from an interview with Carine Roithfield

” I think what I often see  is that people are frighteened about fashion. Because it scares them or make them feel insecure they just put it down. On the whole people that may say, demeaning things about our world I think that’s usually because they feel, in some ways, excluded or, you know, not a part of ‘the cool group’ so as a result they just mock it. Just because you like to put on a beautiful Carolina Herrera dress or a pair of J Brand blue jeans instead of something basic from K-Mart it doesn’t mean that you’re a dumb person.” 

Anna Wintour in the September issue.

Wie ich bereits erwähnt habe leide ich sehr unter der (fast schon pathologischen) Wiener Fashion Panik und frage mich oft woher das eigentlich kommt: dieser Blick,  dieses immediate judgement sobald ich “zugebe” mich vor allem für Mode zu interessieren, diese Angst etwas falsch zu machen, dieses seltsame Bekenntnis “sich mit Mode ja gar nicht auszukennen” und das auch noch  ganz normal zu finden, diese Fixierung auf Marken wie Louis Vuitton oder George Gina & Lucy um Stil zu beweisen…..

Wann hat jemand behauptet Mode und Geschmack hängen nur mit Haute Couture Labels (und damit mit dem nötigen Kleingeld) zusammen? Du kannst mit einer 2 Euro Tasche vom Flohmarkt, die ultimative Mode Attitude (wie Carine Roithfield das beschreibt) abgeben und nebenbeiauch noch umweltpolitisch korrekt und Anti-Konsumkultur sein. Mode ist nicht zwingend an viel Geld, Wissen über die genauen Biographien von Designern oder der korrekten Benennung von Kleiderformen gekettet. Du musst auch nicht 40 verschiedene Paar Schuhe haben und ständig shoppen gehen um Mode zu leben. In fact hat selbst Carine Roithfield (und die ist ja immerhin Chefredakteurin der französischen Vogue) nur eine sehr kleine Kleiderauswahl, weil sie lieber minimalistisch lebt. Mode ist überhaupt nicht elitär. Im Gegenteil viele Mode Trends sind als erstes von Menschen getragen worden, die niemals eine VOGUE Ausgabe in der Hand hatten (nicht, dass das was schlechtes wäre und nicht, dass nicht auch Trends von Menschen, die die VOGUE regelmäßig und in allem Sprachen lesen gesetzt werden). 

 Für mich ist Mode das Verbindungsglied zwischen Kunst und Alltag, Kommunikation, Ausdruck von Individualität und Freiheit, Indulgenceund vor allem Spaß und ich kann mich auch voll an Anna dello Russo anschließen “if you don’t want to dress you are depressed”. Wenn sich jemand gar nicht für die Kleidung interessiert die er/sie trägt wie lebt man dann? 

Ich kommuniziere damit wie ich mich heute fühle, meine Einstellung zum Leben, meinen (Kunst) geschmack…. Mode als oberflächlich und dumm zu beschreiben wäre genauso wie eine Sprache als unnötig und dumm abzutun. Schlussendlich ist Mode ja auch unbestreitbar Kunst. Womit wir wieder beim Thema wären, dass man sich mit Mode “auskennen” muss. Hier muss ich Picasso zitieren

“Jeder möchte die Kunst verstehen. Warum versucht man nicht, die Lieder des Vogels zu verstehen? Warum liebt man die Nacht, die Blumen, alles um uns her, ohne es durchaus verstehen zu wollen? Aber wenn es um ein Bild geht, denken die Leute, sie müssen es verstehen.”

Menschen, die sich die Tops&Flops im Vor Magazin von durchlesen und nachher frustriert ihre karierten Stiefel entsorgen weil sie laut Adi Weiss  die häßlichsten Stiefel allerzeiten sind werden niemals einen eigenen Stil entwickeln und Spaß an Mode haben. Dabei ist das doch gar nicht schwer: das einzige was man nicht machen soll ist LANGWEILIG zu sein. Lieber ein paarmal daneben greifen also so wie die 3 Mädchen, die ich gestern im Café Leopold gesehen habe zu sein. Sie saßen alle in einer Reihe, jeweils gegenüber ihr Date/Gesprächspartner/ whatever. Sie hatten alle einen Pferdeschwanz, etwa die gleiche Haarlänge, ein schwarzes T-shirt (obwohl eine hatte, SEHR gewagt ein weißes T shirt an) und darüber eine graue Strickjacke, sie trugen alle Jeans in unglaublich unterschiedlichen dunkeln Blauschattierungen und kniehohe, flache Stiefel dazu. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich diese Mädchen als Drillinge verkleidet haben ist vermutlich eher gering. Was die Sache umso tragischer macht. Alles ist erlaubt in der Mode- aber niemand traut sich? 


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