Kein Geheimtipp mehr – Haider Ackermann

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Seit Karl Lagerfeld Haider Ackermann als möglichen Nachfolger für Chanel genannt hat, ist der gebürtige Kolumbier in aller Munde und seit es verdächtig oft seine Entwürfe sind, die zwischen all den anderen Catwalk Fotos in diversen Modezeitschriften sofort meine Aufmerksamkeit auf sich ziehen bin auch ich sehr angetan.

Was Mode betrifft hab ich einen starken Hang zu allem was drapiert ist, Volumen und wie soll ich sagen ? Eine interessante Form hat. Haider Ackermann arbeitet unglaublich raffiniert mit Drapierungen und er hat verdammt viel Ahnung von Materialien. Ich behaupte einfach mal so, dass nur wenige Designer es verstehen Leder und Seide so genau richtig einzusetzen: es ist ein neuer Kontext, aber es ist nicht übertrieben oder schrill. Ein bisschen so wie eine interessant gekleidete Frau mit einem interessanten Leben, die es nicht nötig hat sich in den Mittelpunkt zu drängen. Es ist eine unüberhebliche, avantgardistische Mode, die er über den Laufsteg schickt.

Mode, genauso wie gute Bücher macht  neugierig wer die Person dahinter ist und was tut man also im berühmten Salzburger Schnürlregen? Essentielle Weiterbildung vorantreiben.

Ackermanns Biographie enttäuscht jedenfalls nicht: geboren in Kolumbien, adoptiert von einem französischen Paar, der Vater arbeitete für Amnesty International, viel herumgezogen schon als Kind, dann in Belgien, in Antwerpen Mode studiert. Heute ist er 40 Jahre alt und wohnt in Paris.

Seine Frauen sehen laut ihm manchmal aus wie Kriegerinnen, sie sind fragil und gleichzeitig stark. Er selbst scheint ein Träumer zu sein, von Musen hält aber nichts auch wenn Tilda Swinton eine Inspirationsquelle sein dürfte. Es zieht ihn in die Natur und in seinen Kollektionen gleichzeitig hinaus in die Welt. Man sieht sein enormes Repertoire an visuellen Eindrücken in seinen Kollektionen. Interessanterweise nennt er den Tschador, den Frankreich ja vor kurzer Zeit verboten hat als eine seiner ersten Inspirationen. Mystisch und geheimnisvoll darf es bei ihm schon sein. Auch seinen Shows fehlt es nicht am Drama. Langsame Musik untermalen das Spektakel und führen dazu- so hofft Ackermann – dass sich das Publikum für 10 Minuten selbst vergessen kann und ganz in seine Welt eintaucht. 

Kaufen kann man seine Mode in Paris und auch bei Saks 5th Avenue oder auf thecorner.com und luisaviaroma.com wenn man denn das Geld hätte..

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